Der Weg der Zwangsarbeiterinnen vom Tonloch zum Stollen

Es war informativ, beeindruckend und bedrückend zugleich, als letzten Samstag in Elbenberg rund 50 Teilnehmende den „Weg vom Tonloch bis zum Stollen“ gingen, den im Jahr 1944 seinerzeit 120 jüdische Frauen aus ihrem Gefangenenlager in der ehemaligen Ziegelei jeden Tag auf sich nehmen mussten, um dann beim Stollenbau in der Hardt am heutigen Sportplatz Zwangsarbeit zu leisten.

Dr. Volker Knöppel vom Geschichtsverein Naumburg leitete den Ortsbegang. Mitwirkende waren aber auch Sprecherinnen aus Elbenberg, die an den einzelnen Stationen authentische Aussagen von damals betroffenen Frauen wiedergaben.

Am Ende der Kooperationsveranstaltung des Geschichtsvereins Naumburg und des Vereins zur Förderung des Dorflebens Elbenberg e.V. gab es bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken in gemütlicher Runde noch einen regen Austausch über das Gehörte und Gesehene.

Die Redebeiträge an den einzelnen Stationen können dem Anhang entnommen werden.

Literatur:

Volker Knöppel/ Hans Ritte/ Peter Soltau, Elben und Elberberg im Dritten Reich, in: Elbenberg [Festschrift zum Kirchbau- und Dorffest Elbenberg], Fritzlar 1987, S.74-84,

Volker Knöppel/ Hans Ritte, Das Lager im Tonloch von Elben, in: Volker Knöppel/ Magistrat der Stadt Naumburg (Hg), „… da war ich zu Hause.“ Synagogengemeinde Naumburg 1503-1938, Hofgeismar/Naumburg 1988, S.59-68,

Volker Knöppel, Das Zwangsarbeitslager in Elben. Neue Quellen und Zeitzeugenberichte rekonstruieren die Geschehnisse, in: Jahrbuch 2026 Landkreis Kassel, S.48-51.

Informationen am Tonloch

Informationen am der Kirche

Informationen am Stollen

Hier finden Sie eine ausführliche Ausarbeitung von Dr. Volker Knöppel über den Vortrag:
Der Weg der Zwangsarbeiterinnen.2026.aktuellsteFassg
Info und Bilder: Udo Umbach