Mitten in Elbenberg entsteht eine Anlaufstelle für die Gemeinschaft – Sparkasse unterstützt
„Das hat schon etwas wunde bar Sakrales“, sagt Udo Umbach vom Verein Förderung des Dorflebens Elben berg. Derzeit ist der Andachtsraum des ehemaligen Evangelischen Freizeitheimes noch eine Baustelle und macht, von dem großen, mit Buntglas verzierten Fenster einmal abgesehen, noch keinen großen Eindruck. Doch das soll sich bald ändern: Mit einem Dorfcafé soll neues Leben in den Raum und Naumburgs Stadtteil kommen. Unterstützung dafür gab es nun durch eine Spende der Sparkassenstiftung des Landkreises.

Jahre lang war es still in dem markanten Gebäude im Herzen Elbenbergs. „Das Dorf war schon sehr enttäuscht, als die Kirche das Gebäude aufgegeben hat“, erinnert sich Umbach. „Besonders, wo es ein so stadtbildprägendes Gebäude mitten im Ort ist.“ Jetzt wird ein Großteil des frühren Freizeitheimes als Flüchtlingsunterkunft genutzt, in der gut 60 Menschen untergebracht sind.
In dem ehemaligen Andachtsraum soll nun ein Ort entstehen, der die Menschen zusammenbringt: „Wir wollen generationenübergreifend allen etwas bieten, Einwohnern und Flüchtlingen“, erklärt Uwe Förster. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins und Ortsvorsteher des Stadtteils. Zu Beginn soll das Café an zwei Tagen in der Woche, immer mittwochs und sonntags, geöffnet sein. Damit werde wieder eine feste Anlaufstelle im Dorf etabliert. Darüberhinaus kann der Raum gemietet werden. Deshalb muss die Einrichtung für den Cafébetrieb genau so geeignet sein, wie für Feiern oder Ausstellungen. „Uns Elbenbergern ist wichtig, dass hier wieder Leben rein kommt“, unterstreicht Förster.
„Das Ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Kassel, der Stadt Naumburg und der Ortsgemeinschaft mitsamt des Fördervereins“, er klärt Umbach. Der Kreis, als Gebäudeeigentümer, überlässt dem Verein die Nutzung des ehemaligen Andachtsraumes – mietkostenfrei. Die Stadt saniert das Gebäude für eine Summe von über 100.000 Euro. Der Verein sorgt wiederum, unterstützt durch Spenden, für die Einrichtung des Cafés – und für den Betrieb.
„Wir sehen viel Vorfreude bei den Menschen, wieder eine feste Anlaufstelle im Ort zu haben“, sagt Sabine Neuhaus. Sie ist eine von 28 ehrenamtlichen Unterstützern des Projektes, die sich in verschiedenen Arbeitsgruppen um Aufgaben wie die Möblierung, Geräteausstattung und die Gestaltung des Außenbereiches kümmern. Von der Sparkassenspende in Höhe von 4000 Euro soll unteranderem eine industrielle Spülmaschine an geschafft werden.
Damit das Projekt ein Erfolg wird, braucht es laut Umbach aber die Mithilfe der Elbenberger: „So etwas lässt sich nur über das Ehrenamt betreiben und es wird sich nur halten, wenn die Dorfbevölkerung das Angebot annimmt und mitzieht.“


